Shiatsu in Europa
Vor allem zwei Stile oder Hauptrichtungen des Shiatsu sind es, die sich von Japan aus in Europa verbreitet haben. Zum einen ist dies der Stil von Tokujiro Namikoshi, dessen Anliegen es vor allem ist, über spezifische Druckpunkte auf das zentrale und autonome Nervensystem einzuwirken. Die zweite Hauptrichtung war und ist das von Shitsuto Masunaga geprägte Iokai-Shiatsu, das eine Synthese von westlicher Physiologie und Psychologie mit traditioneller chinesischer Medizin sucht. Bekannt geworden ist hier vor allem auch die Hara-Diagnostik, die Arbeit mit der „Mutterhand" und das „erweiterte Meridiansystem". In Europa haben sich zudem insbesondere noch Barfuss-Shiatsu und Ohashiatsu verbreitet. Barfuss-Shiatsu nach Shizuko Yamamoto wird vor allem in der makrobiotischen Tradition ausgeübt und gelehrt, und Ohashiatsu ist eine von Wataru Ohashi entwickelte Variante des Shiatsu, die wiederum verschiedene Stile in sich verbindet. Während Shiatsu also in Japan schon sehr früh Anerkennung und Einbindung in das bestehende Medizinsystem fand, führte es lange Zeit in Europa gleichsam nur ein Schattendasein und war nahezu unbekannt. Erst in den letzten Jahren gewinnt diese sanfte und doch so effektive Form der Behandlung mehr und mehr an Beachtung. Die gemeinsamen Anstrengungen aller Shiatsu-Praktiker und -Verbände führten bislang dazu, dass Shiatsu in der Öffentlichkeit mehr und mehr an Bekanntheit gewinnt und dass das Potential von Shiatsu als alternative und komplementäre Heilmethode nun auch innerhalb der Europäischen Union diskutiert wird.
Was ist Shiatsu
Shiatsu ist eine japanische Fingerdruckmassage chinesischen Ursprungs. Sie wird als Ausgleichsmassage prophylaktisch wie heilend unterstützend angewendet. Shiatsu beabsichtigt in erster Linie Krankheiten zu verhindern und stärkt die im Menschen vorhandenen Selbstheilungskräfte.
Shiatsu heißt: Mit Finger drücken oder Fingerdruck. Im Vordergrund steht dabei das Drücken und Aktivieren von bestimmten Energiepunkten (Tsubos) und Bahnen (Meridianen) des Körpers und nicht die Massage des Bindegewebes oder der Muskulatur. Shiatsu wirkt vor allem auf den Energie- oder Vitalkörper und damit auf die Bioenergie des Menschen. Ihr Vorhandensein, ihre Wirkungsweise und wie sie beeinflusst werden kann, wurde schon vor Tausenden von Jahren auf intuitive Weise erkannt und später auch aufgezeichnet. Durch die praktische Anwendung erfuhr man, dass die Energie in diesen Kanälen nach ganz bestimmten Gesetzmässigkeiten fliesst. Diese Energiebahnen, Meridiane genannt, sind über den ganzen Körper verteilt und stehen alle untereinander in Verbindung. Sie sind im Gewebe nicht sichtbar wie etwa Blutgefässe oder Nervenbahnen, die Energie, die in ihnen fliesst, ist trotzdem spürbar und auch physikalisch messbar. Alle Meridiane sind paarweise angeordnet und versorgen die inneren Organe mit Energie. So gibt es z. B. Energiebahnen für den Magen, den Dick- und Dünndarm, für Leber, Gallenblase, Milz und Bauchspeicheldrüse, welche alle am Umwandlungsprozess der Nahrung in für den Organismus verwertbare Energie umwande.
Aus diesen Erkenntnissen und Erfahrungen entwickelte sich mit der Zeit ein komplexes Behandlungssystem.
Da alle Meridiane untereinander in Verbindung stehen, beruht Shiatsu auf dem einfachen Prinzip, Energie aus den Körperteilen, wo sie im Überschuss vorhanden ist, wegzuleiten und dorthin fließen zu lassen, wo sie dringend benötigt wird. Eine überempfindliche Reaktion auf Druck weist oft auf einen Stau im Energiefluss des betreffenden Meridians hin. Manche Punkte können beim Drücken auch weh tun, weil gleichzeitig ein Nerv mitstimuliert wird. So kann durch gezielten Druck im Organismus durch Energieaustausch ein flexibles, dynamisches Energiegleichgewicht hergestellt werden.
Zitate eines Shiatsu Meisters: „Shiatsu ist etwas, was Du wohl anfangen kannst zu lernen, aber Du wirst nie damit fertig sein. Es führt immer weiter und die Erfahrung geht ständig tiefer und tiefer - höher und höher. Shiatsu / Massage ist eine der feinfühligsten Künste. Und es ist nicht nur eine Frage des Expertentums, es ist mehr eine Sache der Liebe. Lerne zuerst die Technik... Lernt die Technik, dann vergesst sie. Dann fühlt einfach und bewegt Euch aus dem Gefühl heraus. Wenn ihr tief in das Lernen einsteigt, werden 90 % der Arbeit durch Liebe bewirkt, 10 % durch die Technik. Schon durch die Berührung alleine, eine liebevolle Berührung, entspannt sich etwas im Körper.
Wenn Du liebevoll bist und für die anderen Menschen Mitgefühl empfindest und wenn Du ihre innersten Werte fühlst, wenn Du sie nicht so behandelst, als wären sie ein Mechanismus, den man reparieren muss, sondern eine äußerst wertvolle Energie; wenn Du dankbar bist, dass sie Dir vertrauen und es zulassen, dass Du mit ihrer Energie spielst, dann wird es Dir allmählich so vorkommen, als würdest Du ein Instrument spielen. Der ganze Körper wird zum Instrument und Du kannst fühlen, wie sich im Innern des Körpers eine Harmonie bildet.
Das wird nicht nur für den anderen heilend sein, sondern auch für Dich.“
Lerne Shiatsu in der Partnerschaft anzuwenden
Dies ist ein exklusives Angebot für Paare oder freundschaftliche Beziehungen. In einer privaten Atmosphäre von max. 2 Personen lernen Sie die wohltuenden Shiatsutechniken vom japaner Namikoshi und werden nach diesem Wochenendes in der Lage sein, dem Partner oder im Freundes- und Familienkreis eine wunderbare ganzkörper Shiatsubehandlung (Wellness) zu geben. Ohne therapeutischen Ansatz, nur um liebevoll die inneren Werte des Partners zu spüren. Dies wird nicht für beide heilend sein, sondern die Beziehung auf eine neue Stufe bringen.
Im Kurswochenende sind inbegriffen:
Kurs wird in einer richtigen Shiatsupraxis abgehalten, umfangreiches Skript, Namikoshi-Shiatsutechniken und Begrüssungstrunk zum auflockern. Mittagessen nach Wunsch in der Praxis oder im nahegelegenem Restaurant.
| Kosten: |
CHF 999.- / pro Paar |
Kurs auf Anfrage |
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